Fenster putzen

Wie bekomme ich meine Fenster schlierenfrei? Beim Thema Fensterputzen ist das eine der häufigsten Fragen. Das Fensterputzen gehört zu den unbeliebtesten Hausarbeiten, was häufig daran liegt, dass man mit dem Ergebnis nicht zufrieden ist, weil trotz aller Bemühungen Streifen und Schlieren zu sehen sind. Mit unseren Tipps, was Sie beim Fensterputzen beachten sollten, und unserer ausführlichen Anleitung mit vielen zusätzlichen Tipps, bekommen Sie Ihre Fenster schnell und ohne viel Aufwand sauber und können den Ausblick endlich genießen.

5 Tipps für saubere Fensterscheiben

Wenn Sie diese 5 Tipps beachten, noch bevor Sie mit dem Putzen beginnen, steht einem sauberen Ergebnis nach dem Putzen nichts mehr im Weg.

  1. Sicherheit geht vor.

    Klettern Sie nicht auf der Fensterbank herum und bauen Sie keine kippeligen Konstruktionen aus Stühlen und Kisten. Nehmen Sie eine Leiter zur Hilfe und bleiben Sie immer mit beiden Füßen fest auf der Leitersprosse stehen. Am besten ist es, wenn eine zweite Person da ist und die Leiter festhalten kann. Sollte Sie keine Leiter im Haus haben oder an Höhenangst leiden, nutzen Sie einen Teleskopstab zum Putzen, um auch höhere Fensterscheiben zu erreichen.


  2. Wann ist die beste Zeit zum Fenster putzen?

    Putzen Sie Ihre Fenster an trüben trockenen Tagen. Bei direkter Sonneneinstrahlung trocknet das Putzwasser zu schnell an der Scheibe und es entstehen Flecken. Aber auch zu kalte Tage mit Temperaturen unter 0°C sind nicht zum Fensterputzen geeignet, da das Putzwasser dann an den Scheiben gefrieren kann und Schlieren hinterlässt.


  3. Wie oft Fenster putzen?

    Im Idealfall sollten Sie Ihre Fenster alle 2 - 3 Monate putzen. Das hat den Vorteil, dass sich in diesem Zeitraum weniger Dreck ansammelt und sich nocht nicht so festsetzt. Dann ist das Putzen weniger anstrengend und geht umso schneller. Wenn Ihnen das zu oft ist, es ist empfehlenswert wenigstens zweimal im Jahr die Fenster zu putzen. Ein beliebter Zeitpunkt ist der Frühjahrsputz. Dann können Sie den ganzen Schmutz abwaschen, der sich durch Wind und Regen über den Herbst und Winter angesammelt hat. Aber auch im Sommer sammelt sich durch Pollen und Autoabgase viel Dreck an, weshalb die Fenster auch im Herbst einmal geputzt werden sollten.


  4. Das richtige Zubehör

    Nehmen Sie einen Handbesen für den groben Dreck am Fensterrahmen und auf dem Fensterbrett zur Hilfe. Zusätzlich benötigen Sie einen Schwamm zum Einseifen der Scheibe, einen Abzieher zum Entfernen des Wassers, ein fusselfreies sauberes Baumwolltuch zum Trocknen des Tropfwasseres und ein feines Mikrofasertuch oder einen Nylonstrumpf zum abschließenden Polieren. Für hartnäckige Verschmutzungen ist ein Schaber für Cerankochfelder geeignet, mit dem Sie vorsichtig den Dreck von der Scheibe kratzen können. Verzichten Sie auf den Einsatz von Stahlschwämmen, Topfreinigern oder aggressiven chemischen Putzmitteln.


  5. Erst der Rahmen, dann die Verglasung

    Säubern Sie zunächst den Rahmen. Damit vermeiden Sie, dass beim Putzen grober Dreck wie Spinnweben oder Blätter auf die Scheibe gerieben werden. Entfernen Sie den groben Dreck mit einem Handbesen vom Rahmen und von der Fensterbank und waschen Sie beides mit warmem Wasser ab. Wenn Sie beides abgetrocknet haben, können Sie mit dem Putzen der Verglasung beginnen.


Welches Hausmittel zum Fensterputzen?

Wenn Sie den richtigen Mix aus Putzmitteln wählen, wird das Ihre Arbeit deutlich erleichtern. Je nach Art der Verschmutzung und Verschmutzungsstärke können Sie verschiedene Hausmittel kombiniert ins Putzwasser geben. Wir geben Ihnen einen Überblick über die effektivsten Hausmittel. Damit verzichten Sie auf Chemie, was die Umwelt, Ihre Gesundheit und den Geldbeutel schont.

  • Spüli: Eine bewährte Mischung zum gründlichen Fensterputzen ist die Kombination aus warmem Wasser und Geschirrspülmittel ohne Balsam. Achten Sie darauf, nur ein paar Tropfen Spüli zu verwenden, denn zu viel Spülmittel führt zu Streifen und Schlieren. Indem Sie zuerst das Wasser in den Eimer geben und anschließend das Spüli, vermeiden Sie das Aufschäumen im Eimer.

  • Zitronensaft oder Essig: Fenster putzen mit Essig? Ja, denn sowohl Essig als auch Zitronensaft lösen die Kalkpartikel im Wasser auf, wodurch Kalkflecken auf der Fensterscheibe verhindert werden. Geben Sie entweder einen Schuss Zitronensaft oder einen Schuss Essig(essenz) mit ins Putzwasser. Diese Mischung ist allerdings nur für die Fensterscheibe geeignet! Achten Sie darauf, für die empfindlichen Dichtungen Putzwasser ohne säurehaltige Hausmittel zu verwenden.

  • Spiritus: Mit einem Schuss Spiritus im Wasser sorgen Sie dafür, dass die Fensterscheibe schnell und streifenfrei trocknet, denn Spiritus verdampft besonders schnell. Ein weiterer Vorteil von Spiritus ist der imprägnierende Effekt, sodass Regentropfen an der Scheibe abperlen.

  • Alkohol: Alkohol wirkt fettlösend und ist ein gutes Hausmittel gegen fettige Fingerabdrücke. Wenn Sie mit Alkohol putzen, sollte Sie in jedem Fall Hanschuhe tragen!

  • Kernseife: Einen besonders schonenden Reiniger, der auch für die wichtigen und empfindlichen Dichtungen geeignet ist, erhalten Sie, wenn Sie ein paar Flocken Kernseife ins Putzwasser geben.

  • Schwarztee: Für starke Verschmutzungen und fettige Fingerabdrücke eignet sich Schwarztee. Die Gerbstoffe darin wirken fettlösend. Kochen Sie eine Tasse Tee mit zwei Teebeuteln auf und lassen Sie diesen 10 Minuten ziehen. Geben Sie den lauwarmen Tee einfach mit ins Putzwasser.

  • Salmiakgeist: Wenn Hausmittel wie Essig, Zitronensaft und Kernseife an ihre Grenzen kommen, greifen Sie zu Salmiak, denn ein Schuss davon im Putzwasser wirkt Wunder gegen starke Verschmutzungen. Lüften Sie den Raum anschließend sehr gut durch, denn Salmiak enthält Ammoniak und riecht sehr intensiv.

  • Klarspüler: Klarspüler, der eigentlich zum Geschirrspülen verwendet wird, wirkt imprägnierend und sorgt dafür, dass Regentropfen an der Fensterscheibe abperlen.

  • Leinöl: Leinöl wird nicht mit ins Putzwasser gemischt! Es eignet sich aber wunderbar für alte, stumpf wirkende Fensterscheiben, um wieder klar zu werden. Verreiben Sie das Öl mit einem Lappen auf der Glasscheibe und lassen Sie es kurz einwirken. Danach heben Sie das Öl vorsichtig mit einem Küchenpapier ab und putzen das Fenster anschließend mit viel warmem Wasser gründlich ab, damit kein Fettfilm zurückbleibt.

Eine kurze & einfache Anleitung

Reinigen Sie zunächst den Rahmen und das Fensterbrett. Diese noch vor der Glasscheibe zu putzen, verhindert, dass grober Schmutz wie Staub, Spinnweben und Blätter auf der Scheibe verrieben werden und das Putzen erschweren. Nehmen Sie also einen kleinen Handbesen und entfernen Sie diesen Dreck. Anschließend waschen Sie den Rahmen und das Fensterbrett mit warmem Wasser und nicht-säurehaltigen Reinigungsmitteln ab und trocknen danach beides gründlich ab.

Nun seifen Sie die Fensterscheibe gründlich ein bis in die Ecken und an alle Ränder. In der Regel reicht eine Mischung aus warmem Wasser und ein paar Tropfen Spüli völlig aus. Wenn nicht, finden Sie oben eine Übersicht über geeignete Hausmittel für starke Verschmutzungen.

Ziehen Sie dann zum Trocknen mit einem Abzieher Streifen für Streifen über die Scheibe. Entscheiden Sie sich für senkrechte oder waagerechte Streifen und vermeiden Sie es, den Abzieher kreuz und quer über die Scheibe zu ziehen. Trocknen Sie die Gummilippe des Abziehers nach jedem Streifen ab. Je zügiger Sie hier arbeiten, desto weniger Streifen sollten auf der Scheibe auftauchen. Wischen Sie das Tropfwasser an den Rändern und in den Ecken mit einem sauberen und fusselfreien Baumwolltuch trocken. Zum Abschluss polieren Sie die Fensterscheibe noch mit einem feinen Mikrofasertuch oder einem Nylonstrumpf.