Fenster

Fenster sind Öffnungen in der Gebäudewand, die den Außen- und Innenbereich verbinden. Sie erlauben Ein- und Ausblicke und schützen die Privatsphäre vor der Öffentlichkeit. Fenster sind wesentliche Bestandteile der Außenhülle, erhöhen dank moderner Rahmenkonstruktionen und effektiver Isolierverglasungen die Energieeffizienz des Gebäudes, schützen vor Einbrechern, minimieren Straßen-, Bahn, Bau- und Flughafenlärm, schaffen Verbindung zur Außenwelt, sorgen für frische Luft und bringen vor allem Licht in Ihren Wohnbereich. Die gestalterischen Ausformungen sind in Hinsicht Architektur und Optik nahezu unbegrenzt. Fenster sind maßgeschneiderte Produkte, die für Ihre Ansprüche individuell gefertigt werden.
Fenster sind ein optisches Gestaltungselement für die Hausfassade und können gleichzeitig schick und funktional sein. Die Materialen für den Rahmen sind Holz, Kunststoff und Aluminium oder eine Kombination aus diesen Materialien. Welches Material zum Einsatz kommt, hängt von Ihren persönlichen Wünschen und Anforderungen ab. Holzfenster stehen für Natürlichkeit. Kunststofffenster sind pflegeleicht und besitzen dank der großen Auswahl an Farben und Dekoren eine sehr gute Optik. Fenster aus Aluminium sind sehr stabil und funktional. Eine Kombination aus Holz und Metall erhöhen die Witterungsbeständigkeit des Holzfensters.

Fenster

Wärmeschutz

Die Fenster sind ein wichtiger Bauteil des Gebäudes und können maßgeblich das Einsparen bzw. den Verlust von Energie und Energiekosten verantwortlich sein. Dank moderner Technologien für den Fensterbau bleibt die Wärme im Wohnbereich und wird nicht an die Umwelt abgegeben. Durch moderne Mehrkammersysteme, Wärmeschutzverglasung und ausgereifter Dichtungssysteme wird der Wärmeverlust über die Fenster stark reduziert und die Heizkosten gesenkt. Beim Wärmeschutz wird unterschieden zwischen Wärmeschutz für den Sommer und den Winter. Während der sommerliche Wärmeschutz soll der Überhitzung von Räumen vorzubeugen und der winterliche Wärmeschutz soll Wärmeverlust vermeiden. Das Raumklima wird sehr stark von der Art der Fenster, vom Sonnenschutz und vom Fensterflächenanteil beeinflusst. Im Herbst, Winter oder in den Frühlingsmonaten erwärmt die tiefstehende Sonne über großflächige Glasfronten den Raum, liefert so kostenlose Energie und sehr gut gedämmten Fenster halten diese in den Innenbereich. Bei der Planung des Fensterflächenanteils sollten aber der Nutzen der Transparenz und der solaren Gewinne im Winterhalbjahr gegen die Risiken einer Überwärmung im Sommerhalbjahr genau abgewogen werden.
Auskunft über den Wärmeverlust für Fenster gibt der sogenannte Uw-Wert, dieser wird auch als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet. Als Einheit für den U-Wert gilt W/(m²·K). Je niedriger der Uw-Wert umso höher ist der Wärmeschutz des Fensters. Die erforderlichen Bemessungswerte für den Wärmedurchgangskoeffizienten ist in der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) festgelegt.

Schallschutz

Eine permanente Lärmbelästigung durch Straßen-, Bahn, Bau- und Flughafengeräusche oder vom feierwütigen Nachbarn verhindern Erholung und Schlaf und die Gesundheit sowie das Wohlbehagen leiden enorm. Durch den Einbau von Schallschutzfenstern kann der Schalldurchgang am Fenster wesentlich reduziert werden und der Lärm bleibt draußen. Wesentlichen folgende Faktoren für die Schalldämmung sind fortschrittliche Konstruktionen der Fenstergläser, des Flügel- und des Blendrahmens sowie der Fugen zwischen Fensterflügel und Blendrahmen. Schallschutzverglasungen tragen erheblich zur Lärmreduzierung bei. Die wird durch den asymmetrischen Aufbau der Scheiben und durch einen höheren Glasanteil erreicht. Durch den Einsatz von Verbundglas, bei dem sich zwischen den beiden verklebten Scheiben Schallschutzfolien befinden und die zusätzliche Verwendung von mehreren Dichtungsebenen wird die Dichtigkeit und damit den Schallschutz des Fensters wesentlich verbessert. Für noch mehr Ruhe sorgt das Abdichten der sich zwischen Fenster und Außenwand befindlichen Fuge.

Sicherheit

Fenster und Türen müssen in punkto Sicherheit stabil und belastbar sein. Für eine einbruchhemmende Wirkung und somit für mehr Schutz vor Eindringlingen sorgen hochwertige Beschläge, widerstandsfähige Schließeinrichtungen sowie Sicherheitsverglasung. Fenster mit Schließblechen, die mit dem Rahmen verschraubt sind, aufhebelsichere Pilzkopfzapfen in mehreren Ecken besitzen und mit einem verschließbaren Griff mit Aufbohrschutz ausgestattet sind, gelten sie als relativ sicher. Wicht ist auch, dass die Montage des Fensters im Mauerwerk nach den gültigen Regeln der Technik erfolgt. Fenster die einbruchshemmend sind, müssen im geschlossenen Zustand einem Einbruchsversuch durch mechanische Kräfte - auch unter Verwendung von Werkzeugen - für eine bestimmte Zeit, die Widerstandszeit, standhalten. Einbruchhemmende Fenster werden laut DIN 1627 in sechs Widerstandsklassen (RC 1 – RC 6) eingeteilt, wobei RC 6 für die höchste Widerstandsklasse steht (RC = resistance class).
In Privathaushalten sollten Fenster und Türen mindestens mit der Widerstandsklasse RC2 ausgerüstet sein. Bei diesen Fenstern und Türen ist sichergestellt, dass es in der Gesamtausstattung keinen Schwachpunkt gibt. Die Sicherheitsoptionen des Fensters sollten Sie bei der Planung und Konfiguration nach Ihren individuellen Wünschen und Anforderungen anpassen.